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Historie und Zielsetzung
Die Gruppe der hilfsmittelbedürftigen und – nutzenden Menschen, sei es im Rahmen von Therapie, Rehabilitation oder Pflege, ist einer der größten Patientengruppen des Gesundheitswesens. Wie viele Menschen mit welchen Hilfsmitteln ausgestattet sind, ob und wie sie diese nutzen und ob die mit den Hilfsmitteln verbundenen Zielsetzungen auch tatsächlich und mit der gebotenen Wirtschaftlichkeit erreicht werden, sind nur einig der vielen ungeklärten Fragen der Hilfsmittelversorgung. Hinzu kommen, vielfach beklagt, aber ebenfalls nicht erforscht, strukturelle Probleme: Welche Kosten verursachen Schnittstellenprobleme? Welche Vorteile könnten mit der Ausweitung integrativer und ganzheitlicher Versorgungskonzepte verbunden sein?
Und angesichts des kaum zu überschauenden Hilfsmittelmarktes: Wie lassen sich für konkrete Versorgungsentscheidungen evidenzbasierte Entscheidungsgrundlagen gewinnen?
Zu diesen inhaltlich - analytischen Fragen kommen methodische hinzu. Wie in keinem anderen Bereich des Gesundheitssystems, hängt die Qualität der Hilfsmittelversorgung davon ab, wie Betroffen die Rolle des „Koproduzenten“ ausfüllen. Die Qualität der Versorgung ist eben nicht nur von den Merkmalen und der Qualität des Hilfsmittels abhängig, sondern in hohem Maße von relevanten Kontextfaktoren der Anwendungssituation.
Diese sicher unvollständige Problemskizze und die aktuelle Forschungssituation zur Hilfsmittelversorgung war für die Universität Witten - Herdecke Anlass am 17.09.2010 im Rahmen der 1. Wittener Hilfsmitteltagung, die Gründung einer „Nationalen AG zur Versorgungsforschung in der Hilfsmittelversorgung“ zu initieren. In einem abschließenden Workshop wurde die Gründung der Forschungsarbeitsgemeinschaft vorgeschlagen. Diese soll die Interessen und Aktivitäten von Forschenden zusammenfassen, einen Austausch über Themen und Methoden moderieren, gemeinsame Vorhaben initiieren und fundierte Leitlinien für die Hilfsmittelversorgung erarbeiten.
Da die Anzahl der Interessenten recht groß ist, wurde vorgeschlagen, die gesamte FAG unter drei Themenschwerpunkten (Arbeitskreise) zu organisieren. Die Arbeitskreise (AK1 bis AK3) sollen unabhängig voneinander arbeiten und die Themen selbständig erarbeiten. Die Arbeitskreise werden sich regelmäßig treffen und unabhängig voneinander Themenund Aufgaben bearbeiten.
Die gesamte Forschungs AG, d.h. alle drei Arbeitskreise und alle interessierten Personen werden sich zukünftig einmal jährlich zum Gedankenaustausch treffen. Dieses treffen soll im Zusammenhang mit einer jährlichen Tagung zur Hilfsmittelversorgung ( Wittener Hilfsmitteltagung ) erfolgen. Ergebnisse, Ideen und Vorschläge können dann auch der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Umsetzung
Für die Koordination der FAG stellt die Universität ein Sekretariat zur Verfügung. Verantwortlicher Ansprechpartner ist Otto Inhester (otto.inhester[at]uni-wh.de). Herr Inhester steht auch für weiter Auskünfte zur Verfügung. Interessenten finden die vollständigen Kontaktdaten hier
Interessenten sind herzlich willkommen, sie können jederzeit in die Arbeit einsteigen und sich über die Projektkoordination oder bei den Moderatoren der Arbeitskreise informieren und anmelden.
Ergebnisse werden Zukünftig über diese Webdomain, die ebenfalls von der Universität Witten/Herdecke bereitgestellt wird, präsentiert.
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